Austausch, Vernetzung, Weiterbildung: Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit und Politik in der Lehre“

Angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel stehen wir vor tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen. Unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ werden komplexe Veränderungsprozesse angestoßen, die Universitäten und andere Bildungseinrichtungen jedoch vielerorts an ihre Grenzen stoßen lassen. Für die politikwissenschaftliche Lehre bietet Nachhaltigkeit als Thema große Chancen für einen interaktiven und interdisziplinären Austausch in Seminaren und Vorlesungen. Gleichzeitig stellen sich dabei grundlegende Fragen: Wie gehen wir mit der Komplexität nachhaltiger Politik im Hörsaal um? Welche Methoden sind sinnvoll? Wie lassen sich interdisziplinäre Curricula entwickeln und umsetzen? Diese und andere Fragen beschäftigen viele Lehrende in der Politikwissenschaft. Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis Umweltpolitik und Global Change (AK Umwelt) der DVPW, gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung der Universität Magdeburg, einen Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit & Politik in der Lehre“ organisiert, der am 14. und 15. November 2019 stattfand.

Während des vor allem auf Austausch und Partizipation angelegten Workshops diskutierten die 25 Teilnehmenden nicht nur über die Möglichkeiten und Herausforderungen der politikwissenschaftlichen Lehre im Bereich Nachhaltigkeit. Das offene und interaktive Format des Workshops bot zudem jede Menge Raum für Austausch, Vernetzung und die Vorstellung eigener Ideen und Erfahrungen. Am ersten Tag wurden acht positive Beispiele aus der Praxis vorgestellt – vom Planspiel Klimapolitik über das Blended-Learning-Projekt Sustainability Toolbox bis hin zur interdisziplinären Bearbeitung des Themas nachhaltiger Konsum. Am Freitag ging es nach einem Überblick zu Nachhaltigkeit an Hochschulen und in der Politikwissenschaft schließlich um drei konkrete Herausforderungen: Interdisziplinarität, Normativität sowie das Themenfeld Lehrpraxis und Didaktik. In kreativer World-Café-Atmosphäre tauschten sich die Teilnehmenden dabei unter anderem über die Bedeutung politikwissenschaftlicher Lehre bei der interdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung aus, diskutierten, wie mit Normen und Wertvorstellungen umzugehen ist und wie die Ökonomisierung des Studiums und existierende Hochschulinstitutionen die Praxis der Nachhaltigkeitslehre beeinflussen.

Der AK Umwelt möchte auch in Zukunft den Austausch zu Fragen politikwissenschaftlicher Nachhaltigkeitslehre fördern. Bei Ideen zu weiteren Veranstaltungen und Formaten der Vernetzung und Weiterbildung können sich Interessierte gerne jederzeit per E-Mail melden unter mail@ak-umwelt.de. Eine Dokumentation des Workshops in Magdeburg findet sich hier.